Workshop zu Kunst- und Architekturgeschichte
Warum stellten die alten Ägypter den Kopf im Profil dar, das Auge aber von vorne? Welche Bedeutung können Tiere, Pflanzen, Größe und Haltung von Figuren sowie ihre Anordnung und Kombination haben? Und wie kann man ein Bild, das mehrere tausend Jahre alt ist, beinahe wie eine Geschichte „lesen“?
Im November begeben wir uns auf eine Zeitreise ins Alte Ägypten, direkt im Ägyptischen Museum Berlin, und versuchen gemeinsam, Antworten auf diese Fragen zu finden.
Dies ist keine klassische Führung, bei der Kinder hauptsächlich zuhören. Sie werden selbst zu Entdeckerinnen und Entdeckern der altägyptischen Kunst: Sie untersuchen originale Reliefs, suchen nach verborgenen Regeln und wiederkehrenden Mustern, vergleichen Figuren und Szenen und halten ihre Beobachtungen direkt vor den Originalen zeichnerisch fest.
Das Entdecken und Verstehen geschehen dabei vor allem durch die praktische Arbeit mit dem Bild. Beim genauen Beobachten, Vergleichen und Zeichnen einzelner Figuren und Bildausschnitte erkennen die Kinder selbst, wie Haltung, Bewegung, Größenverhältnisse und Komposition funktionieren und wie die alten Ägypter mit Bildern ganze Geschichten erzählen konnten.
Wir möchten lernen, Kunstwerke nicht nur anzuschauen, sondern Details wahrzunehmen, Fragen zu stellen und selbstständig Zusammenhänge zwischen Form und Bedeutung zu entdecken.
