Thema der Reise waren Bildkonzepte: das „Bild“ in der frühchristlichen Kunst und die umgekehrte Perspektive. Um die bildende Kunst besser zu verstehen und einen eigenen Weg darin zu finden, hilft es, die alten Bildkonzepte zu studieren. Ein Ursprung der europäischen Kunst liegt in der frühchristlichen byzantinischen Ikonenmalerei, die in Russland seit dem 11. Jahrhundert weitergeführt wurde. Ihren Höhepunkt erreichte sie im 14. und 15. Jahrhundert mit Dionisij, Theophanes dem Griechen und Andrei Rubljow.
Die Reise schlug eine Brücke von dieser Tradition zu den Bildkonzepten der europäischen Kunst und der russischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts.
Ablauf
Die Reise dauerte vom 19. August bis 3. September 2017, mit dem Zug von Berlin nach Moskau und zurück. Die künstlerische Leitung hatte Wladimir Prib.
Sergijew Possad: drei Tage in der 1340 gegründeten Stadt am Goldenen Ring, bekannt durch das Dreifaltigkeitskloster, UNESCO-Weltkulturerbe.
Moskau: fünf Tage Altstadt und Museen, vor allem die Tretjakow-Galerie mit rund 140.000 Werken der Malerei, Grafik und Bildhauerei.
Künstlerhaus Guslitsa: die zweite Woche außerhalb Moskaus, um das Gesehene selbst künstlerisch zu verarbeiten.
Weitere Studienreisen der Schule: Usbekistan 2018, Armenien 2019. Überblick unter Reisen.
